Der Commodore Amiga – kann man diesen Homecomputer heute noch kaufen? Teil 2

by Carlos
3 Minuten
Der Commodore Amiga – kann man diesen Homecomputer heute noch kaufen? Teil 2

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Im ersten Teil ging es um eine kleine Einführung in das Thema und die Hardware. Neben der zeitgenössischen Hardware wird heute immer noch interessante Technik angeboten, die neue Erkenntnisse und Fehler der Hardware behebt.

Mindestens ebenso interessant ist der Bereich der Software, der auch heute noch interessante Produkte hervorbringt.

Software

Mittlerweile findet man durch das Internet Archive mit alten Abbildern für Amiga Software. Diese werden als Disketten Abbilder angeboten oder als Pakete, die sich auf einer Festplatte installieren lassen. Aber Vorsicht: Wer sich diese Software runterlädt, der macht sich strafbar, da die Programme immer noch urheberrechtlich geschützt sind. Wer also diese Software installiert, der sollte im Besitz der Originale sein.

Vor allem die Möglichkeit der Installation macht das Diskettenwechseln obsolet. Wer aber auf Retrofeeling steht, kann die Diskettenabbilder auch auf echte Disketten kopieren und dann von diesen die Daten laden.

Der Amiga war vor allem beliebt zum Spielen. Einige Spiele sind auch aus heutiger Sicht noch fantastisch. Aber gerade die Spiele, die mit opulenter Grafik geprotzt haben (vor allem Simulationen) sind heute bestenfalls mit Blick durch die zeitgenössische Brille spielbar.

Jump and Runs und vor allem Arcade lastige Spiele sind aber oft gut gealtert. Präzise Steuerung, guter Sound und Spielbarkeit sind einfach zeitlos.

Man muss nicht nur auf alte Spiele ausweichen, auch heute werden noch neue Spiele entwickelt. Der Vorteil liegt im weitverbreiteten Wissen. Früher waren Entwickler Einzelkämpfer oder in kleinen Teams unterwegs. Wissen verbreitete sich nur langsam, Bücher und Gespräche waren die einzige Möglichkeit, sich Programmierkenntnisse anzueignen.

Obwohl die Entwicklung von Amiga Software auch heute eine absolute Nische ist, gibt es doch genügend Menschen, wenn man den gesamten Globus betrachtet. Deshalb ist durch Arbeitsteilung eine effizientere Zusammenarbeit möglich.

Außerdem werden die Programme nicht mehr auf dem Amiga entwickelt, sondern auf modernen Rechnern. Dadurch ist die Entwicklung deutlich beschleunigt: Schnelle Rechnerleistung und Programmieranwendungen, von denen die damaligen Entwickler nur träumen konnten, machen das möglich.

Interessant ist das Entwickeln auf alten Rechnern vor allem für Einsteiger. Heutige Entwicklungstools nehmen viele Arbeiten ab. Der Jungprogrammierer kennt viele Zusammenhänge nicht. Aber gerade auf alten Rechnern ist eine hardwarenahe Sicht auf das System notwendig, um die Leistung des Programms zu optimieren.

Pro Jahr erscheint etwa eine Handvoll guter Spiele für den Amiga. In der Regel gibt es da die gesamte Spannbreite von Versionen. Vom reinen Download bis zur limited Boxed Version.

Der Ergebnisse sind sehr beeindruckend, vor allem weil diese Projekte in der Freizeit durchgezogen werden und nicht hauptberuflich.